Wie der Papst zum Thema Sex…

Grade sitze ich hier und bereite eine Präsentation vor. Es geht – wenig verwunderlich – um die Beratung eines Unternehmens zum Thema Social Media. Ein kurzer Rückblick: 2008 habe ich begonnen mich mit dem Thema Social Media auseinander zu setzen. Zu diesem Zeitpunkt sprach man in Deutschland noch kaum über Social Media und Facebook war ein amerikanisches Phänomen, dessen Zeit in Deutschland erst noch kommen sollte. Seit 2009 halte ich Vorträge zum Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation, habe unzählige Workshops und Schulungen durchgeführt und Unternehmen (B2C UND B2B) hierzu beraten. Ich habe Profile auf  jeder denkbaren Plattform angelegt, Redaktionskonzepte und Formate entwickelt, Guidelines geschrieben, Konzepte und Strategien entwickelt und mit Unternehmen umgesetzt. Was mich immer wieder verwundert und auch der Anlass für diesen Artikel ist, ist Folgendes:

In den vergangenen Jahren berät inzwischen jede Werbe- und PR-Agentur zu Social Media und unzählige Berater sind jetzt Social Media Experten. Dabei reicht es als Qualifikation offenbar, dass sie “Twitter” richtig schreiben können. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich nach den irgendwo genannten Social Media Experten auf Twitter, Facebook, Slideshare oder auch Xing suche und feststelle, dass – wenn überhaupt ein Profil vorhanden ist – dieses erst 2012 angelegt wurde und/oder Follower-Zahlen sich im ein- bis zweistelligen bewegen. Quantitative Zahlen sind natürlich nicht alles, aber auch an der Art und Weise der Plattform-spezifischen Kommunikation merkt man sehr schnell, ob jemand Social Media selber lebt oder nicht.

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine authentische Social Media Beratung die eigene gelebte Social Media Aktivität voraussetzt. Alles andere wirkt auf mich wie wenn der Papst sich zum Thema Beischlaf auslässt.

Schule

Grade fand ich in meinen Facebook-Notizen folgenden Artikel, den ich zwar schon vor einiger Zeit geschrieben habe, der aber immer noch aktuell ist!

Was einem heute so als Pädagogik verkauft wird, entbehrt jeglicher Grundlagen. Ist es von Lehrern, Schulplanern und anderen für die Ausbildung unserer Kinder Verantwortlichen zu viel verlangt sich mal mit den Forschungsergebnissen der Entwicklungspsychologie – namentlich Jean Piaget – auseinanderzusetzen??? Dann würden auch so deplatzierte Veranstaltungen wie “Lernentwicklungsgespräche” mit 7-Jährigen wegfallen.

Auch die Manie mancher Lehrkräfte – alles was vielleicht von der Norm (welcher eigentlich?) abweicht – zu pathologisieren, ist unerträglich! Allerdings sehr lukrativ für den sich immer weiter vergrößernden Kosmos der Logo-, Ergo- und Sonstwas-Therapie.

Mein Rat: Empathie, gesunder Menschenverstand und die Umsetzung gut erforschter wissenschaftlicher Erkenntnisse außerdem für die Kinder viel frische Luft, Bewegung, klare Strukturen und viel Liebe.

Besonders bewegt hat mich in diesem Zusammenhang auch folgendes Zitat von Marshall Rosenberg, dem Vater der gewaltfreien Kommunikation: “… Schulen (sind) nie zum Zwecke der Bildung gegründet worden … Sie wurden gegründet, um ein Wirtschaftssystem aufrechtzuerhalten, das von den Menschen verlangt, dass sie für äußerliche Belohnungen arbeiten und nicht dafür, dass die Menschen über den Wert dessen, was sie tun, nachdenken.” (Quelle: Marshall Rosenberg)

Alsterspaziergang

Regen. Sturm. Hagel. Schnee. Und ganz viel Grau.

Dann endlich. Die ersten Sonnenstrahlen. Zaghaft. Unsicher.

Auto abstellen. Kragen hochschlagen. Alsterspaziergang.

Wind um die Nase. Schlamm unter den Füssen. Sauerstoffdusche.

Eine Stunde Zeit. Von der Kennedy-Brücke bis zur Fernsicht. Und zurück.

Viele Jogger. Ein Läufer! Wenig Spaziergänger. Um so mehr Hundehalter.

Mit Gummistiefeln bis zu den Knien. Rustikaler Chic. Hanseaten.

Zügig gehen. Innere Temperatur steigt. Reißverschluss öffnen.

Amerikanische Botschaft in der Sonne.

Blick schweift. Über die Alster. Meer in der Stadt.

Darüber. Wolkenwände. Fetzen von Blau. Möwen.

Raue Schönheit.

Jetzt wieder. Menschen. Hunde. Noch mehr Hunde.

Gewohnte Kulisse. Kurze Blicke. Das Gehen fließt.

Verweilen nur bei seltsamen Gestalten. Magisch angezogen vom Skurrilen.

Seht. Sie. Sprechen.

 

 

Die Farbe des Tages

Fast ein Jahr ist es her seit unser digitales Format “Farbe des Tages” den Einzug in die analoge Welt gefunden hat. Anders ausgedrückt: Vor fast genau einem Jahr haben wir 100 Farben des Tages im Format 20 x 20 cm auf Stoff auf Rahmen drucken lassen und seit dem mehrfach ausgestellt: digital goes real

Entstanden sind die Bilder als iPhone-Fotografien. Seit 2009 veröffentlichen wir (Groß & Stark Kommunikation = Britta Lübcke & Sebastian Schroer) die Fotografien fast täglich erst auf Twitter später auch auf unserer Facebook-Seite. Durch die Nutzung von Social Media zur Verbreitung der “Farbe des Tages” sind die Fotografien deutschlandweit bekannt geworden. Mit der Verknüpfung von digitaler und realer Welt bei der “Farbe des Tages” ist eine neue Kunstform entstanden: Social Art

Bei unserer ersten Ausstellung im Februar 2011, wo wir die Bilder zu Gunsten der Hamburger NCL-Stiftung verkauft haben, hat auch der NDR einen Beitrag über die “Farbe des Tages” gedreht:

Im Sommer 2011 waren wir dann bei großartigem Wetter und vor prächtiger Kulisse (im Rahmen des “Jazz in the Street” Festivals vom KlubK) in der HafenCity mit unseren Bildern:

Im November sind zwei Farben des Tages zu Gunsten der NCL-Stiftung bei der Fotografie-Auktion “LebensKünstler” in Frankfurt versteigert worden.

Seit Anfang Dezember 2011 könnt Ihr unsere Bilder im Kaffekontor in der Schanze bewundern:

Da die Bilder vermutlich nicht mehr lange dort hängen, kommt schnell vorbei. Kaffee und Kuchen sind großartig und das Beste ist Ihr könnt die Bilder direkt vor Ort auch kaufen.

Für dieses Jahr suchen wir nach neuen Möglichkeiten die Bilder auszustellen. Gerne planen wir auch für Unternehmen ein Firmen-Event oder ein CSR-Projekt rund um die Bilder. Aus unserem Archiv von ca. 500 Fotografien finden sich sicher passende Motive. Wir freuen uns über Anfragen oder Angebote!

Kontakt: Britta Lübcke, Groß & Stark Kommunikation, bluebcke@grossstark.de, 040-69794494

Wie kann ich meine Facebook-Freunde verbergen?

Manchmal habe ich mich gewundert, wenn ich auf Facebook-Profilen – auch von FB-Freunden – war und gar keine Freundesliste sehen konnte. Vor allem nach der letzten größeren Änderung von Facebook musste ich erst einmal suchen, wo die Sichtbarkeit von Freunden eingestellt werden kann. Viele würden wahrscheinlich vermuten, dass das logischerweise unter Privatsphäre-Einstellungen einzustellen ist. Dem ist aber nicht so!

Hier eine kleine Anleitung für den Fall, dass ihr nicht möchtet, dass jeder eure Freunde sehen kann:

1. Man rufe das eigene Profil auf und gehe dann auf Profil bearbeiten!

2. Als nächstes gehe man in der linken Spalte auf “Freunde und Familie” und wähle rechts neben dem Punkt “Freunde” den Pfeil an.

3. Dort könnt ihr dann wählen zwischen “öffentlich”, “Freunde”, “Nur ich” oder “Benutzerdefiniert”. “Benutzerdefiniert” kann z.B. sein “Freunde” ohne “Job” – also Personen (z.B. euren Chef), die ihr in eine Liste “Job” eingeordnet habt.

Voilà!

Ein Unterschied von 150 €

Da staunte der interessierte Zuschauer nicht schlecht. Beim ZDF-Interview mit Bundespräsident Wulff plauderte Moderatorin Bettina Schausten aus dem Nähkästchen: Sie kassiert Ihre Freunde für Übernachtungsbesuche im Hause Schausten ab – 150 € die Nacht. Das ist schon ein stolzer Preis! Wobei sich mir verschiedene Fragen aufdrängen. Ist der Preis pro Zimmer oder pro Person? Zahlen Kinder weniger oder hat Frau Schausten keine Freunde mit Kindern? Ist da Frühstück inklusive? Oder gibt es vielleicht eine schöne Sauna oder einen kleinen Pool? Vermietet Frau Schausten Ihr Gästezimmer nur an Freunde oder auch an Fremde? Muss man als Pension nicht ein Gewerbe anmelden? Hat Sie das? Die Liste der Fragen ließe sich beliebig fortsetzen. Inzwischen gibt es schon eine Seite auf Facebook, die der Sache auf den Grund geht. Frau Schausten wird also in nächster Zeit möglicherweise auch das ein oder andere Statement abgeben müssen.

Bewährt hat sich Folgendes: Erst denken, DANN reden!

Unser Bundes-präsident telefoniert

Quelle: http://www.bundespraesident.de/DE/Bundespraesident-Christian-Wulff/Persoenliches/persoenliches-node.html

Was für eine Nachricht! Die erste Meldung in den 8-Uhr-Nachrichten “Bundespräsident Wulf hat versucht die Presse zu beeinflussen” (NDR 2 Radio) Oh mein Gott, Gedanken von schwarzen Koffern schießen durch meinen Kopf, Berge größerer Euroscheine oder vielleicht doch nur eine Urlaubseinladung in die Villa eines Bekannten auf z.B. Mallorca. Nein, all das ist es nicht. Unser Bundespräsident hat telefoniert! Er hat versucht den Bild-Redakteur Diekmann zu erreichen. Die Betonung liegt auf “versucht”, denn er hat in nicht erreicht. Gleich wohl soll in dem Gespräch – also nicht mit Diekmann, den hat er ja nicht erreicht – mit wem auch immer der Ausdruck “Krieg führen” gefallen sein. Das haut mich um…

Nachdem ich aus dem Sekundenkoma, in das ich kurzzeitig falle, wieder erwache, denke ich “Was für ein schlechter Traum!” Bis mir dann bewusst wird, ich Träume zwar viel Quatsch, aber diese Geschichte, die es heute Morgen auf Platz 1 (!!!) der Nachrichten geschafft hat, ist zu abstrus zu sinnlos, um jemals den Weg in meine Träume zu finden. Es ist also doch wahr: Platz 1 der Nachrichten ist die Tatsache, dass unser Bundespräsident telefoniert hat und den Teilnehmer nicht erreicht hat. Dagegen verblassen doch wahrlich die anderen Dramen wie Eurokrise oder Mord und Totschlag.

Armes Deutschland!

Foto: www.bundespraesident.de

Erste Schritte für Ihre Social Media Strategie

Ein frohes, neues Jahr 2012!
Einer meiner Vorsätze für 2012 lautet: Ich möchte wieder aktiv und regelmäßig bloggen. Da ich damit auch heute an Tag 1 in 2012 anfangen möchte, mir aber für tolle Artikel noch Ideen und Themen fehlen, greife ich für den ersten Blogpost mal in meine virtuelle Schreibtischschublade. Im Juli 2009 als Social Media in Deutschland noch ein zartes Pflänzchen war, stellte ich die Präsentation meines ersten Social Media Workshops auf Slideshare. Heute – zweieinhalb Jahre und zahlreiche Workshops später – hat diese Präsentation über 19.000 views worauf ich ein bischen Stolz bin. Lange Zeit war diese Präsentation beim googeln zu “Social Media Strategie” der erste Treffer! Ich denke all das und die stetige Aktualität des Themas “Strategie” bezogen auf Social Media rechtfertigt es meiner Präsentation den besonderen Platz des ersten Blogpost am ersten Tag im neuen Jahr zu widmen. Heute sähe meine Präsentation zum Thema “Social Media Strategie” optisch und auch inhaltlich sicher ganz anders aus. Allerdings ist heute fast drei Jahre nach Erstellen der Präsentation und wir alle wissen, dass drei Jahre im digitalen Zeitalter eine Zeit sind in der mehr als nur eine Revolution vollzogen werden kann. Beispielsweise gibt es Facebook in einer anderen Sprache als in Englisch erst seit Frühjahr 2008 (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook#Geschichte) inzwischen hat Facebook 800 Mio. Nutzer (Sept. 2011) weltweit!
In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß mit der Präsentation und auch wenn ich heute vieles anders machen würde, eine Aussage zu Social Media hat weiterhin Gültigkeit. Und ich wünschte Unternehmen, die sich für ein Engagement in Social Media entscheiden, würden bei ihren Aktionen folgende Antwort auf die Frage Was ist Social Media eigentlich?mehr beherzigen: “It’s a conversation, not a platform!” (Folie 5)